Das Projekt der Lerninseln

Die 5 Lerninseltypen

Orte der digitalen Teilhabe

Lerninsel-Typ 1

„Orte der digitalen Teilhabe“ 

Hier finden die Lernenden freies WLAN und ggf. bei Bedarf und Verfügbarkeit ExpertInnen, z.B. Studierende der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe, die den Lernenden bei technischen, aber auch fachlichen Fragen weiterhelfen
können. Beispielhaft für diese Orte sind:

  • leerstehende Firmenräume
  • Cafés
  • Restaurants
  • mobile Spots, wie Container (zum Beispiel boxmeisters.de), in denen die Menschen/SchülerInnen das offen Karlsruher WLAN-Netz (KA-WLAN) nutzen können
MINT-Spaces

Lerninsel-Typ 2

„MINT-Spaces“ 

Sie beinhalten zahlreiche Karlsruher Initiativen und Aktivitäten, die im Rahmen von AGs an Schulen, aber auch außerhalb der Schulen stattfinden.
Im MINT-Bereich sind das u. A. die:

  • MINT+-Region: fischertechnik-/Robotik-AGs der Karlsruher Technik-Initiative (*in* den Schulen, feste/regelmäßige, wöchentliche Termine)
  • MINT-freundliche Schulen uvm.
Digitale Dritte Orte

Lerninsel-Typ 3

„Digitale Dritte Orte“

An diesen Orten kann offen und partizipativ (mit digitalen Medien) gelernt werden. Solche Orte sind beispielsweise:

  • die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (ZIM)
  • Maker Spaces (eigene, regelmäßige MINT-Angebote unabhängig von Schulen)
  • ZKM („BÄMlab“, „Käpsele-AG“)
  • MINT-Angebote der Bibliotheken
  • Schulen (wie beispielsweise die Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule mit ihren Angeboten des Maker Spaces,
    VR-Raum)
Beteiligungsorte + MINT-Ausstellungsräume

Lerninsel-Typ 4

„Beteiligungsorte + MINT-Ausstellungsräume“

Orte, an denen Einzelaktionen (Hackathons, Kunstaktionen, Fischertechnik-Challenges usw.) stattfinden. Solche Orte sind beispielsweise:

  •  das Stadtmuseum Karlsruhe (Museum X)
  • Jugendzentren wie beispielsweise das JUBEZ
  • Angebote des Stadtjugendausschusses
  • Kunst- und Theaterbühnen (Poetry-Slam-Wettbewerbe usw.)
Digitale
Wissensräume

Lerninsel-Typ 5

„Digitale Wissensräume“

Orte an denen IT- und MINT-Wissenstransfers stattfinden oder
an denen sich Role Models vorstellen. Solche Orte sind beispielsweise:

  • virtuelle Ferienangebote, z.B. beim MINTFeriencamp
  • Lernvideo-Angebote (wie bspw. der Kanalder Karlsruher Technik-Initiative)
  • Vorträge von und Treffen mit Techniker/innen, Ingenieur/innen, Forscher/innen, Entwickler/innen, Informatiker/innen (über interessante Projekte oder Berufstätigkeit,Role Models)

Über Micha Pallesche

Micha Pallesche wurde 1975 im baden-württembergischen Tübingen geboren. Nach seinem Studium an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe, an der er u.a. Medienpädagogik als Zusatzstudium absolvierte, war er lange Jahre neben seinem Lehrerberuf beratend in schulischen Digitalisierungsprozessen für das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg tätig.

Nach seiner Funktion als Konrektor übernahm er 2015 die leitende Gesamtverantwortung der Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe, die sich unter seiner Federführung zu einer bundesweit bekannten und beispielgebenden Schule mit mehrfach ausgezeichnetem, medienbildnerischem  Profil entwickelte und 2017 die Auszeichnung als erste Smart School des Bitkom e.V. in Baden-Württemberg erhielt und für den Bitkom e.V. seither in die Jury für die Auszeichnung weiterer, bundesweiter Smart Schools berufen ist.

Im Mittelpunkt seiner Schulentwicklungsarbeit steht für Pallesche das Kind, das sich im Laufe seiner Schulzeit zu einer selbstwirksamen, kreativen, verantwortungsvollen und fröhlichen Persönlichkeit entwickeln soll, die den gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft neugierig und mit einem
großen Sinn für die Notwendigkeit demokratisch-partizipativer Gemeinschaftsprozesse mutig entgegentritt. Im Prozess seiner forschenden Schulentwicklungsarbeit entstanden u.a. sein Innovation-Lab, das Konzept der vielbeachteten „Lerninseln“ und des partizipativen
Kommunikationsmodells des „Roten Salons“.

Als ehemaliger Leistungssportler im Basketball versteht Pallesche es in seiner Rolle als Motivator und Vertrauensschulleiter gleichsam Gelassenheit zu vermitteln, als auch Ehrgeiz und Teamfähigkeit bei jedem Mitglied der Schulfamilie zu wecken.

Pallesche promoviert an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe zum Thema „Transformationsprozesse vor dem Hintergrund einer Kultur der Digitalität“. Fokussiert sind hierbei sich verändernde Lernprozesse in jeglicher Form der Aus- und Weiterbildung, die eine sich eine zu verändernde Haltung von Leadership und Führung ebenso herausstellen wie neue und zukunftsorientierte, co-kreative und partizipative Prozesse des eigentlichen Lernens. Genau diese Aspekte sind nicht nur wichtig für die ersten Stufen der Bildung in Schulen, sondern ebenfalls von großer Bedeutung für Aus- und Weiterbildung in Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft.

Er ist zudem Mitglied einer Arbeitsgruppe des Forums Bildung Digitalisierung e.V. mit Sitz in Berlin, die die Kultusministerkonferenz beim Prozess zur Strategie “Bildung in der digitalen Welt” unterstützt und berät. Ebenso ist er hier als Programmbeirat tätig.

Für die größte, europäische Bildungsfachmesse „Learntec“ übernimmt Pallesche 2021 die Leitung des Steuerkreises sowie die programmgestaltende Kuration des Bereichs „School@Learntec“
Daneben ist Pallesche berufener Experte im Auftrag des BMBF bei der Entwicklung der Digital-Gipfel-Plattform „Digitale Zukunft: Lernen. Forschen. Wissen.-Schultransformation und Mitglied im Expertenkreis der Bundesregierung.

Außerdem besetzt er die Position eines Mitglieds des Fachbeirates zum berufsbegleitenden Masterstudiengang „Schulmanagement und Leadership“ der Universität Tübingen.

Mit seiner weitreichenden Expertise, die Wissenschaft und Praxis bewusst verzahnt, wird Pallesche häufig von bspw. Verwaltung und Ministerien, weltweit wirkenden Institutionen wie Greenpeace, Fachbuch-Herausgebern, Universitäten auch im europäischen Ausland, Wirtschaftsunternehmen und
kulturellen Einrichtungen als Keynotespeaker, Interviewpartner, Moderator, Fortbildner, Impulsgeber und Berater gebucht.

Seine zahlreichen Publikationen stellen stets ein Lernen und Lehren in einer Kultur der Digitalität und prägen maßgeblich Schulentwicklungsprozesse im gesamten Bundesgebiet.